Der "Tag des Apfels" wird in Österreich traditionell am zweiten Freitag im November gefeiert. Er dient dazu, die Bedeutung und Beliebtheit des Apfels als heimisches Obst hervorzuheben. Heuer: 14.11.2025
Zum Tag des Apfels setzen 16 Obstsammlungen aus ganz Österreich ein starkes Zeichen für den Erhalt heimischer Sorten. Mit der unterzeichneten Charta zur Erhaltung der Obstvielfalt verfolgen sie ein klares Ziel: Bis 2035 sollen alle österreichischen Obstsorten vor dem Aussterben geschützt sein.
Handlungsbedarf: "Obst-Monitoring"
Aktuelle Daten zeigen den dringenden Handlungsbedarf: Im Rahmen des Projekts „Obst-Monitoring“ wurden 1.487 Apfelsorten nachgewiesen – doch 685 davon existieren nur noch in einer einzigen Sammlung. Damit ist fast die Hälfte aller Sorten akut bedroht. Der Rückgang traditioneller Obstbestände durch Strukturwandel und Landnutzungsänderungen hat in den vergangenen Jahrzehnten zu einem massiven Verlust an Biodiversität geführt.
Kulturerbe bewahren
Die beteiligten Sammlungen – öffentliche wie private – bewahren dieses genetische Kulturerbe, indem sie Obstsorten sammeln, fachkundig beschreiben, genetisch analysieren und nachhaltig sichern. Ihre Vision für 2035: Jede Sorte soll mehrfach in Obstgärten vertreten sein, vollständig dokumentiert und vermehrbar bleiben.
Doch diese Arbeit ist ressourcenintensiv. Mindestens vier Bäume pro Sorte müssen gepflegt werden – eine Aufgabe, die Zeit und finanzielle Ressouren erfordert. Deshalb fordern die Expert:innen eine langfristige politische Unterstützung, um Österreichs wertvolle Obstvielfalt auch für kommende Generationen zu schützen.
Infos unter: obstmonitoring.at
